
Typische Anzeichen bei leichter Seekrankheit
Mittelschwere Seekrankheit
Schwere Seekrankheit
Hier kann auch der Betroffene selbst noch viel zu seiner Genesung beitragen:
Bei schwerster Seekrankheit:
Wer selber´ein Boot oder Schiff führt, sollte kein Transcop- oder Scopoderm-TTS-Pflaster oder ähnliche Medikamente nehmen. Die häufigen Nebenwirkungen wie Sehstörungen und Müdigkeit sind schlecht mit einer verantwortlichen Schiffsführung zu vereinbaren. Es sollte bei jedem Törn ein geeigneter Ersatz-Kapitän eingeplant werden, der die Schiffsführung im Erkrankungsfall vollständig übernehmen kann.
Wenn Sie im Hafen nach einem Törn das Gefühl haben, daß der Boden unter Ihren Füßen schwankt. Nehmen Sie es als gutes Zeichen. Die Franzosen haben daraus allerdings eine Krankheit gemacht haben: das "Mal de debarquement syndrome" die Krankheit nach Verlassen des Schiffes.
Also: schnell wieder auf´s Schiff. Selfmanagement kontra Seekrankheit Immer noch werden die psychischen Faktoren der Seekrankheit von Schulmedizinern als zweitrangige Ursachen abgetan. Neurophysiologisch betrachtet lassen sich Seekrankheit, Streß und Angst jedoch kaum voneinander trennen.
Nicht die Sinnesreize an sich können als Ursache für die Seekrankheit angesehen werden, sondern erst ihre individuelle Bewertung in einem Teil- abschnitt des Gehirns drückt ihnen den Stempel als Stressoren auf, die den organischen Anpassungsprozeß stören. Unter den ungewöhnlichen und oftmals rauhen Bedingungen auf See kann die Streß-Grenze schnell erreicht werden.
Bei der Marine und in der Raumfahrt werden seit längerer Zeit psychologische Verfahren gegen Bewegungsstreß mit einer Erfolgsquote von 75 - 80 % eingesetzt, die noch zwei Jahre nach Trainingsabschluß nachweisbar sind - und das bei Teilnehmern mit einer Resistenz gegen medikamentöse Behandlung!
Im Gegensatz zu Medikamenten wirken diese Trainings nicht dämpfend auf das Zentralnervensystem, sondern fördern durch aktive Maßnahmen den Anpassungsprozeß an bisher ungewohnte Bewegungsreize. Sicherheitsgefährdende Medikamentnebenwirkungen wie Müdigkeit und allgemeine Leistungsminderung werden so vermieden.
Der Kern des Konzepts besteht aus vier Grundpfeilern: